Arnica Montana


Lateinischer Name

Arnica montana
 
Allgemeiner Name

Berg-Wohlverleih
 
Homöopath. Abk.

Vorkommen

europäisches Hoch- und Mittelgebirge
 
Homöopathisch 
wirksame Arznei

Tinktur aus getrocknetem
Wurzelstock
 
Erste Erwähnung

Ausführlich beschrieben durch
Hildegard von Bingen (1099-1179)
 
Haupteinsatzgebiet

Arnica ist das Hauptmittel bei Verletzungen aller Art. Es wird nach Unfällen, Schock, Blutungen und bei Überanstrengung eingesetzt. Das Mittel hat eine entzündungshemmende, blutungs- und schmerzstillende Wirkung
 
Sonstige Verwendung

Weiter kann Arnica zur Vorbeugung gegen Entzündungen und Blutungen nach Operationen, Zahnextraktionen, Geburten, im Wochenbett etc. und zur besseren Wundheilung angewendet werden. Bei körperlichen Beschwerden hat der Patient ein starkes Wundheitsgefühl. Er findet keine bequeme Stelle im Bett und alles, worauf er liegt, erscheint zu hart. Er erträgt keine Berührung und lehnt Hilfe ab.
 
Dosierung

Bei schwereren Verletzungen am 1. Tag C200 ca. alle 3-4 Stunden. Falls nötig, am nächsten Tag nochmals 2 Gaben.
 
Leitsymptome

- Zerschlagenheits- und Wundgefühl. 
- Starke Schmerzempfindlichkeit. Lässt sich nicht berühren und untersuchen. Alles, worauf er liegt, erscheint zu hart. 
- Rücken- und Nackenschmerzen besser durch Nach-vorne-Beugen, (Hypericum besser durch Nach-hinten-Beugen).
 
Folgen von

Entzündungen, Verletzungen, Unfällen, Schock, Überanstrengung.
 
Indikationen

Abszess, Angst, Augenentzündung, Augenüberanstrengung, Augenverletzung, Blasenentzündung, Bluterguss, Blutungen, Durchfall, Erschöpfung, Fieber, Geburt, Gehirnerschütterung, Gelenkentzündung, Gerstenkörner, Harnverhalten, Heiserkeit, Husten, Injektionen, Insektenstiche, Keuchhusten, Knochenbrüche, Kopfschmerzen, Muskelkater, Muskelkrämpfe, Muskelschmerzen, Nackensteifheit, Nasenbluten, Operationen, Prellung, Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit, Schleudertrauma, Schwangerschaftsbeschwerden, Schwindel, Sehnenscheiden- entzündung, Tennisellenbogen, Verbrennungen, Verletzungen, Verstauchung, Wunden, Wundinfektion, Wundlaufen, zahnärztliche Behandlung, Zahnfleischentzündung, Zahnschmerzen, Zerrung.
 
Modalitäten

V: Berührung, Bewegung, Druck, Augenschliessen (Schwindel), vor Mitternacht, Kälte.
B: Wärme, warme Umschläge, Ruhe, Kopf nach vorne beugen (bei Nackensteifheit, Schleudertrauma), Liegen.
 
Psyche
Unruhe, Angst vor Berührung. Bagatellisiert die Beschwerden, lehnt Hilfe ab und will alleine gelassen werden.